Vergangenheit ist Geschichte
Die Geschichte der Feuerwehr reicht bis in die Antike zurück, wo erste Brandbekämpfungs- einheiten in großen Städten formiert wurden. Im Mittelalter entstand die Notwendigkeit organisierter Löschmann- schaften, da Feuer häufig verheerende Schäden anrichteten. Mit der industriellen Revolution wurden Feuerwehren modernisiert und mit neuen Technologien ausgestattet.

*** D A N K E S C H Ö N ***
Ein Herzlicher Dank geht an alle Einheitsführer und Helfer,
die uns hier tatkräftig mit Informationen versorgt haben!
In Deutschland etablierte sich die Feuerwehr im 19. Jahrhundert als Pflichtorganisation, um den Schutz der Bürger zu gewährleisten. Bis heute spielt die Feuerwehr eine entscheidende Rolle im Brandschutz und der Gefahrenabwehr und ist für ihre unermüdliche Arbeit und ihren Mut hoch angesehen.
Einheit Hellenthal-Blumenthal
Schon in ganz frühen Zeiten organisierte sich die Nachbarschaft und jeder wusste, wo er stehen musste und was er zu tun hatte wenn die Ledereimer von Hand zu Hand gereicht wurden.
Auf diese Weise mussten in Hellenthal schon viele Brände gelöscht werden.
Auch ist überliefert, dass bereits im Mittelalter der Ort einmal völlig niederbrannte und Hellenthal dann näher dem Wasser wieder neu aufgebaut wurde.
Durch den Bau einer Wasserleitung im Jahre 1901 wurde es dann möglich, Brände wirksamer zu bekämpfen.
Während in Blumenthal schon im Jahre 1905 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet worden war, versuchte man in Hellenthal 1906 eine Pflichtfeuerwehr zu gründen, ohne das diese allerdings zustande kam. Die erste Versammlung, die schließlich zur Gründung einer Wehr führte, fand am 18.April 1911 auf Anregung des Turnvereins statt.
Nachdem sich auf der ersten Versammlung rund 40 Männer bereit erklärt hatten der Wehr beizutreten, wurde am 01. Mai 1911 die eigentliche Gründungsversammlung einberufen.
Brandmeister wurde Herr Meuser und Stellvertreter Herr Dittermann.




Einheit Hollerath-Ramscheid
Wann die Freiwillige Feuerwehr in Hollerath gegründet wurde, lässt sich leider nicht mehr mit Exaktheit feststellen; wahrscheinlich wurde sie zu Beginn der 30er Jahre als Löschzug der Amtsfeuerwehr eingerichtet.
Es gab zuvor bereits Feuerlöschgeräte im Ort. Im Brandfalle stellte sich die gesamte Bevölkerung zur Hilfeleistung zur Verfügung.
Das erste Spritzenhaus stand an der Ecke Prethtalstrasse-Kirchstrasse, an der Stelle der heutigen Friedhofsmauer. Es ist wahrscheinlich um die Jahrhundertwende erbaut worden und wies neben dem Unterstellraum für die handbediente Spritze, eine Leiter, einen Brandhaken, einige Eimer sowie eine Obdachlosenunterkunft und den Raum für die Viehwaage auf.
Mitte der 20er Jahre wurde das Spritzenhaus niedergelegt, als die Kirchenmauer dort errichtet wurde.
Im Jahre 1950 bekam die Feuerwehr dann die erste Motorspritze.
Die Löschgruppen Hollerath und Ramscheid schlossen sich am 01.01.1983 auf sanften Druck der Gemeinde zur Löschgruppe Hollerath-Ramscheid zusammen.
Löschgruppenführer waren die Herren Rupp, Junker, Müller, Jenniches, Hanf, Hanf und Herr Golbach.
Einheit Kreuzberg-Hecken
Im Jahre 1890 erstmalig im Protokollbuch der Gemeinde Wahlen, wozu seinerzeit Hecken gehörte, erwähnt, wurde eine Feuerwehrspritze angeschafft, welche lange Jahre zum Löschen eingesetzt wurde.
Da es aber zu dieser Zeit noch keine Wasserleitung gab, wurden zwei Menschenketten gebildet, die mit Eimern das Wasser vom Brandweiher bis zur Feuerspritze transportierten.
Das Wasser wurde dann in den Spritzenbehälter gekippt, während 4 Mann auf jeder Seite dafür sorgten, dass die Pumpe in Gang blieb. Eine Feuerwehr gab es zu dieser Zeit noch nicht, weswegen die Bürger das Löschen übernahmen. Ein eigentliches Gründungsdatum der Heckener ist somit leider nicht bekannt, wird aber um diesen Zeitraum liegen.
Später, nach der kommunalen Neugliederung, wurde Hecken an Hellenthal angegliedert und es wurde beschlossen, die Feuerwehren der Heckener und Kreuzberger Löschgruppen zusammenzulegen und sie bezogen das größere Gerätehaus, was zur damaligen Zeit das Kreuzberger war.
Der Zusammenschluss erfolgte 1983.
Über die Einheit Kreuzberg ist in einer Chronik zu finden, dass das Gerätehaus 1945 soweit in Ordnung war.
Frühere Überlieferungen haben wir leider nicht gefunden...




Einheit Reifferscheid-Oberreifferscheid
Die Einheit Reifferscheid wurde auf Anregung des Schmiedemeister Matth. Pesch am 31.10.1926 gegründet und kann daher in 2026 auf 100 Jahre zurückblicken. Noch im Gründungsjahr wurden erste Ausrüstung und Kleidung von der Feuerwehr selbst finanziert. Der Sägewerksbesitzer Willy Müller aus Bruch war der erste Brandmeister.
Die Einheit Oberreifferscheid wurde 1932 gegründet. Erster Brandmeister war Peter Sieberath.
Highlights in der Geschichte: Erste Tragkraftspritze TS 6 am 29.09.1933 eingetroffen, erstes Löschfahrzeug LF 8 am 11.02.1951 übernommen. Inbetriebnahme neues Feuerwehrhaus an der Kupferhardt 1963. Das alte Spritzenhaus an der Grundschule reichte nicht mehr. In den 1960 er Jahren wurde in Oberreifferscheid ein Feuerwehrhaus mit angrenzender Leichenhalle gebaut. Das erste Tanklöschfahrzeug TLF 16 kam 1970 nach Reifferscheid. Im gleichen Jahrzehnt erhielt Oberreifferscheid ein TSF. In 1997 wurde das TLF16 durch einen Nachfolger TLF 16/25 abgelöst.
Die ehemals selbstständigen Löschgruppen Reifferscheid und Oberreifferscheid wurden per Anordnung durch die Gemeinde Hellenthal zum 01.03.1983 zur heutigen Einheit zusammen geführt. Aus den im Gemeindegebiet bestehenden Zwölf wurden durch Zusammenschluss acht neue Einheiten. Dies geschah u.a. auch wegen teilweise unzureichender Gebäudesubstanz “unter heftigen Geburtswehen”. Für die weitere Entwicklung der Feuerwehr war es aber ein zukunftsweisender Schritt.
Einheit Wolfert-Sieberath
Die Löschgruppe als selbstständige Löscheinheit besteht seit 1948. Sie wurde auf Drängen des damaligen Amtsbürgermeisters Berners gegründet. Erster Brandmeister und Löschgruppenführer war der 1972 verstorbene Herr Hack.
Am 23.02.1983 wurde dann mit Einvernehmen des damaligen Gemeindebrandmeisters der Zusammenschluss Wolferts mit der Löschgruppe Sieberath mit Wirkung zum 01.03.1983 angeordnet.
Das frühere Spritzenhaus befand sich in der Nähe des Anwesens Alois Lenzen. Nach Durchführung der Flurbereinigung Anfang der 50er Jahre wurde 1953 ein neues Spritzenhaus errichtet. Dieses Spritzenhaus galt zur damaligen Zeit als modern; wegen der schlechten Wasserversorgung hatte man den Keller zu einem Wasserbassin mit ca. 50 cbm Wasservorrat ausgebaut, was sich leider im Laufe der Zeit als nachteilig auswirkte.
Am 28.10.1978 wurde der LG Wolfert ein geräumiges und in jeder Beziehung den Anforderungen entsprechendes Gerätehaus zur Verfügung gestellt...


Auszug aus dem Schreiben vom 23.02.1983


Einheit Losheim
Die Einheit Losheim wurde am 12. Januar 1913 im Saale Balter Losheim gegründet.
Zum Brandmeister wurde Herr Verwalter Scherer und zu dessen Stellvertreter Herr Scholzen gewählt.
Das Gasthaus "Zum Bahnhof" war nach der Wirtschaft Mathias Balter Versammlungsort für die Feuerwehr. 1929 wurde das Gasthaus von den Eheleuten Balter gekauft. Nachdem 1953 der Gasthof abbrannte, kehrten die Kameraden zu Versammlungszwecken wieder in das Gasthaus ehemals Balter, jetzt "Zur Linde" zurück bis zum Neubau des Hotels Balter 1954. 1959 wurde zusätzlich ein Gebäude im Dorf erbaut, welches zum Einen als Feuerwehrgerätehaus aber auch als Kühlhaus des Dorfes diente.
Nach mehreren Stationen wurde das heutige Feuerwehrgerätehaus schlussendlich 1998 in viel Eigenleistung erbaut.
Einheit Rescheid
...im Aufbau


Einheit Udenbreth
Am 23.02.1836 beschloss der Gemeidnerat vorerst mal einen "Brand-Phul" anzulegen. Drei Jahre vorher, am 02.09.1833, war von der Regierung eine Feuerordnung erlassen worden. Erst am 23.05.1841 wurde dann ein Brandcorps aufgestellt. Spritzenmeister wurde der Schmied Herr Poth. Sein Stellvertreter war der Rohrführer Herr Piro.
Von den Pompiers oder Druckern bis zur Rettungskompagnie zählte diese erste Feuerwehr Udenbreths 39 Personen.
Im Jahre 1849 wurde das Brandcorps neu aufgestellt und ergänzt.
Es zählte jetzt einschl. Spritzenmeister, Stellvertreter, Druckern, Leitermeistern, Hakenmeistern und Rettungskompagnie bereits 55 aktive Mitglieder.
